Vom Landesverband
der
FREIEN WÄHLER

Info: Nr. 08 / 2008

Unsere Themen :


1. FREIE WÄHLER fordern erneut Direktwahl des Regierungschefs in Hessen:
Die FREIEN WÄHLER in Hessen fordern die Direktwahl des Ministerpräsidenten. „Die Menschen in Hessen müssen über ihre Regierung selbst bestimmen dürfen, wir Bürgerinnen und Bürger wollen den Ministerpräsidenten selbst wählen“. Thomas Braun, Landesvorsitzender der FREIEN WÄHLER spricht sich überdies für eine Begrenzung der Amtszeit auf zwei Wahlperioden aus. „Auch eine Abwahl sollte durch eine Zweidrittelmehrheit des Landtages möglich gemacht werden“, gibt Braun die derzeitige Stimmung im Bundesland wider. Die derzeitige politische Konstellation sei für Hessen unerträglich. „Nur klare politische Verhältnisse und eine starke und stabile Regierung bringen unser Bundesland voran!“, ergänzt Braun. Die bewusste Trennung wirkt sich in Hessen positiv aus und hat sich bei Landräten und Bürgermeistern bewährt. Unabhängig von den „Hahnenkämpfen“ der Parteien wird ein unabhängiger Ministerpräsident stark genug sein, um unabhängig von den Landtagsmehrheiten Entscheidungen treffen. So würde die Gewaltenteilung in Hessen deutlich gestärkt.



2. Link-Tipp:
Wir möchten auf die Website www.gribs.net aufmerksam zu machen, die eine Datei zur Berechnung der Ausschuss-Sitze zur Verfügung stellt. Die Website ist von den Grünen und bietet viele Infos für Kommunal-Politiker. Auf der Homepage wird auch der Vergleich angestellt, ob d´Hondt als Stimmverrechnungsverfahren nach der Rechtsprechung überhaupt noch zulässig ist oder ob nach Hare-Niemeyer verteilt werden muss.





3. Kommunen rechnen mit höhren Gebühren - PM des DSTGB:
Der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst belastet die Kommunen stärker als diese erwartet haben. Um die Entgelterhöhung von insgesamt acht Prozent zu finanzieren, müssen Schulden aufgenommen werden und es drohen Gebührenerhöhungen für die Bürger. \"Viele Gemeinden werden neue Schulden aufnehmen müssen, Investitionen zurückfahren und die Gebühren erhöhen\", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), Gerd Landsberg. Insgesamt rechnet der DStGB mit Mehrbelastungen für die öffentlichen Haushalte in Höhe von rund acht Milliarden Euro. Die Finanzlage der einzelnen Kommunen falle aber sehr unterschiedlich aus. \"Besonders schmerzhaft sei der Kompromiss für Städte mit hohen Defiziten, etwa in Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit\", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Stephan Articus. In vielen Städten werde der Druck zum Stellenabbau erhöht. Zudem rechne er damit , dass viele Kommunen keine Wahl bleibe, die Gebühren und Preise für Dienstleistungen zu erhöhen, etwa bei der Müllabfuhr oder im Nahverkehr. Dass ein Stellenabbau nicht für alle Kommunen mit angespannter Haushaltslage eine Option ist, zeigt das Beispiel Gelsenkirchen. Die Stadt ist durch die Kohlekrise stark belastete und hat eine Arbeitslosenquote von 15,6 Prozent. \"Wir sind bereits am unteren Ende der Personaldecke\", sagte der Sprecher der Stadt Martin Schulmann der Berliner Zeitung. Ein weiterer Abbau sei nicht möglich. Ebenso seien keine weiteren Privatisierungen zu erwarten. Der Tarifabschluss werde für die Stadt rund sieben Millionen Euro Mehrkosten verursachen und vermutlich durch höhere Schulden finanziert. Dennoch sieht Schulmann den Konsolidierungskurs aufgrund der guten Wirtschaftslage nicht gefährdet. Bis 2011 soll der Haushalt ausgeglichen sein. Neue Schulden will Potsdam vermeiden. Nach dem bisherigen Entwurf will die Stadt in diesem Jahr erstmals seit 1995 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. Durch die Tarifeinigung werden sich die Personalkosten auf einen siebenstelligen Betrag erhöhen, sagte Bürgermeister Burkhard Exner. Er könne nicht ausschließen, dass die Vereinbarung Auswirkungen auf den Haushalt 2008 habe, hoffe aber, dass der Haushaltsausgleich bestehen bleibt. Die Hälfte der regulären Tarifsteigerungen für die rund 1 700 Mitarbeiter solle durch bessere Geschäftsprozesse aufgefangen werden. Der Personalabbau werde weitergehen, indem frei werdende Stellen nicht neu besetzt werden.

4. FREIE WÄHLER:
„Außerparlamentarische Opposition“: „Hessen und Deutschland braucht eine Bürger-APO, eine außerparlamentarische Opposition, eine politische Kraft, die Parteien vor sich hertreibend“, fordert Thomas Braun der Landesvorsitzende der Freien Wähler Hessen. „Nicht unser politisches System hat versagt, aber die Handelnden, die Politikerkaste in den Ländern und im Bund ist ein Ausweis der Lächerlichkeit, wenn es nicht um die Lebensverhältnisse der Menschen ginge“, analysiert Braun den derzeitigen Zustand der politischen Kaste. Braun sieht das Land Hessen aber auch den Bund in einem Lähmungszustand, nichts mehr bewege sich. Die Politiker ließen die Dinge laufen, notwendige Reformen blieben aus, es herrsche Stillstand bei politischen Entscheidungen für den Wohlstand und die langfristige Sicherheit der Menschen in Deutschland. „Einzig und alleine um Geld für sich selbst und Macht ringen die Parteien noch“, beklagt der FW-Vorsitzende das Debakel um die ehemalige Volkspartei SPD oder den unverschämten Versuch der CDU, sich als Opposition zu begreifen, um deutlich mehr Gelder aus Steuermitteln zu erhalten. Nicht das Fünf-Parteien System sei verantwortlich für den politischen Stillstand in Wiesbaden und Berlin, die Verkennung der Lebenswirklichkeit des Einzelnen, das Nichtwahrhaben wollen von veränderten Lebensbedingungen, das unsägliche Weiter So in den Macht- und Ränkespielen politischer Technokraten ist nach Auffassung der Freien Wähler wesentlich ursächlich für den Niedergang der politischen Kultur. Berufspolitiker, Technokraten, Menschen eben, die im Leben noch nie mit eigener Hände Arbeit oder eigener Geistesleistung ihr tägliches Brot verdienen mussten; Politiker, fern ab der Lebenswirklichkeiten und gefangen in unwirklichen Spielregeln politischer Kasten, treffen Entscheidungen für das Volk. Bürgerrechte und Freiheiten für den Einzelnen werden in und mit immer mehr Gesetzen mit Füßen getreten, ohne einen Aufschrei der Liberalen . 1984 von Orwell war lächerlich dagegen, wo bleibt der gerechte Zorn der Liberalen, der F.D.P. und was ist aus dem Aufbruch der Grünen geworden?! „Wir Bürgerinnen und Bürger dieses Landes müssen unsere und unserer Kinder Zukunft selbst in die Hand nehmen“, fordert Braun. Es werde sich bis zur Bundestagswahl 2009 und darüber hinaus nichts ändern an den Lebensverhältnissen der Menschen vom weiteren sozialen Abstieg abgesehen. Die Menschen müssen die Politikerkaste täglich vor sich hertreiben mit den berechtigten Forderungen, mit der Einlösung der großartigen Versprechen vor der Wahl. Die angeblichen Volksparteien haben keine Mehrheit mehr in diesem Land. Und auch die wachsweiche F.D.P. und die rückgratlosen Grünen hätten ihre Ideale schon lange verraten angesichts des süßen Honigs der Macht. Die Fraktion der Nichtwähler und der zu Recht von der Politikerkaste Enttäuschten stelle die Mehrheit. „Es kann nicht sein, dass sich Politik in Hessen vorrangig mit der Frage von staatli ch finanzierten Oppostionszuschlägen beschäftigt“, kritisiert Braun die aktuelle Debatte in der hessischen Politik. Und angesichts der Macht- und Ränkespiele wiederholt Braun die alte Forderung der Freien Wähler nach einer Direktwahl des Ministerpräsidenten. Dann wären nach Brauns Einschätzung weder Koch noch Ypsilanti Ministerpräsident/in nach dem 05. April und Hessen hätte klare Verhältnisse. Für die Zeit bis zu den nächsten Wahlen kündigt Braun eine Initiative auf breitester Basis an. Die Freien Wähler Hessen werden die in den Wahlleitlinien zusammengefassten sachlichen und ideologiefreien Vorschläge und Forderungen in den Kommunal- und Kreisparlamenten flächendeckend einfordern. Freie Wähler lassen nicht locker. Es geht um die Lebensverhältnisse Menschen in Hessen und nicht um Posten und Staatsknete.

5. Kein Aprilscherz:
Landtag - Alle wollen Opposition sein: Bislang war in Wiesbaden darüber gestritten worden, wer Anspruch auf die Macht in Hessen hat. Jetzt aber wollen plötzlich alle Parteien Opposition sein - auch die CDU. Denn dann bekäme deren Fraktion einen Oppositionszuschlag. Absurd, findet nicht nur die SPD. Auch der Bund der Steuerzahler (BdSt) sprach sich im hr-fernsehen gegen die Forderung der Hessen-CDU aus. Die Union könne sich nicht zur Opposition erklären, wenn auch eine geschäftsführende Regierung von ihr getragen werde, sagte Ulrich Fried, Vorsitzender des BdSt Hessen. Außerdem seien fast alle Mitglieder des Kabinetts von Roland Koch (CDU) auch künftig Abgeordnete der Fraktion. Ähnlich sieht das Reinhard Kahl, Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion. Die Forderung der CDU sei ein \"Witz\" und ein \"Stück aus dem Tollhaus\", sagte Kahl im hr-fernsehen. \"Will Herr Koch jetzt etwa gegen sich selbst Opposition machen?\", fragte Kahl. Solange eine CDU- geführte Landesregierung mit Koch an der Spitze geschäftsführend im Amt sei, könne kein Anspruch auf den Oppositionszuschlag erhoben werden. Denn diese finanzielle Unterstützung sei schließlich dafür da, um \"ein Stück Waffengleichheit\" für die Oppositionsfraktionen gegenüber der Regierung zu schaffen, sagte Kahl. FDP-Landeschef Jörg-Uwe Hahn nannte den CDU-Vorstoß schlicht einen \"vorgezogenen Aprilscherz\". Die \"Frankfurter Rundschau\" hatte am Samstag berichtet, die CDU wolle diesen Zuschlag nun auch beantragen. Schließlich bliebe Koch mit seinem Kabinett ja nur \"gezwungenermaßen\" im Amt und die CDU-Landtagsfraktion sei formell nicht mehr die tragende Stütze der Regierung. Die geschäftsführende Regierung werde von keiner Fraktion getragen, also seien alle Fraktionen Opposition, lautet die Argumentation der Union. Öffentlich dazu äußern mochte sich am Dienstag allerdings niemand aus den Reihen der CDU. Noch ist der Antrag der CDU nicht gestellt, aber die Diskussion ist schon in vollem Gange. Der Bund der Steuerzahler nutzte die Debatte, um eine Radikalforderung aufzustellen: Nicht nur die CDU sollte zunächst keinen Zuschlag bekommen, sondern auch keine andere der im Landtag vertretenen Parteien – und zwar solange, bis der Landtag eine Regierung gewählt hat. Wo jeder regieren wolle, könne keiner Opposition sein, findet Fried. Denn auch die SPD habe schließlich das \"Ziel, aus dem Parlament heraus Regierungshandeln zu ersetzen\".


Landesverband der FREIEN WÄHLER - FWG HESSEN e.V.


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